Pfadihuus Eschenbach

"Pfadibuudä" - Geschichte und Erinnerungen

Diesen Herbst (2019) ist es so weit. Unser momentanes Pfadiheim, oder wie wir es nennen: «Pfadibuudä», wird dem Erdboden gleichgemacht damit ein neues auf dem Gelände entstehen kann. Von da an wird nur noch von der «alten Pfadibuudä» die Rede sein, wenn wir in Erinnerungen an die vergangene Pfadizeit schwelgen. Erinnerung. Davon steckt mehr als genug in der Hütte. Doch wie ist die Pfadibuudä überhaupt entstanden? Werfen wir doch mal einen Blick zurück.

Die junge Pfadiabteilung Eschenbachs (1993 gegründet) stand im Jahre 1996 vor einer ähnlichen Situation wie wir momentan auch: Ein Pfadiheim muss her. Mit dem kleinen Unterschied, dass die Abteilung damals kein neues Pfadiheim brauchte, sondern überhaupt mal eine eigene Bleibe. In den ersten drei Jahren nach der Gründung nutzte die Abteilung für Gruppenstunden & Leiterhöcks nämlich die Räumlichkeiten des Fussballclubs Eschenbach und des Dorfschulhauses. Doch schon lange setzte man die erste Priorität darauf, etwas eigenes zu finden.

Zusammen mit Gemeindeammann Alois Bühler und dem verantwortlichen Ressortchef, Gemeinderat Louis Egli konnte die Lösung in der Gublen gefunden werden. Die Pfadiabteilung konnte das Land von Edwin Morger pachten und somit kamen die Pfadis ihrem Ziel einen kleinen Schritt näher.

Nun musste etwas auf dem gepachteten Land passieren. Eine Lösung wurde vom Baugeschäft Werner Örtig gefunden: Eine alte Baubaracke am Zürcher Hauptbahnhof. Sie war zwar ein wenig lotterig, dafür aber gratis. Da die Pfadis bescheidene Ansprüche bezüglich der neuen Bleibe hatten, nutzte man diese Gelegenheit. Anfangs Juni 1996 wurde die Baracke in einer Tagundnacht-Übung der Firmen Kuster Holzbau, Werner Örtig und einigen Helfern in Zürich abmontiert und nach Neuhaus SG in ein Zwischenlager transportiert. Am 30. Juli erteilte dann der Gemeinderat die Baubewilligung für das neue Pfadihaus und so stand dem Bau nichts mehr im Wege. Auch finanziell wurde der Abteilung grosszügig geholfen. Unterstützung gab es zum Beispiel von Pro Juventute, aus dem Lotteriefonds oder der Gemeinde. Vieles wurde aber auch mit Eigenleistungen und Fronarbeit gedeckt.

Am 2. November 1996 war es dann soweit. Der Spatenstich! Die Bauzeit betrug zehn Monate. Am Bau tätig waren vor allem die Firmen W. Oertig AG und die Holzbaufirma Gody Kuster. Doch auch die Pfadis selber haben kräftig mit angepackt. Über 1000 Arbeitsstunden leisteten sie freiwillig. Und das alles liess sich sehen. Ein Meilenstein für die noch junge Pfadiabteilung wurde geschaffen. Viel Zeit und Energie wurde von den Firmen, den Pfadis und vor allem von «Gispel» (ehem. Abteilungsleiter), Walter Janatsch (ehem. Präsident des Elternrats) und Karl Kühne (Bauleiter) aufgewendet um dieses Ziel zu erreichen. Mit dem Einweihungsfest am 23. August 1997 wurde der Projektabschluss zelebriert und eine neue Ära konnte beginnen.

Unsere «Pfadibuudä» hat also einen langen Weg hinter sich. Mittlerweile können wir sie seit rund 22 Jahren unser Zuhause nennen. Das Zuhause der Pfadi Eschenbach SG. Hier wurden unzählige Samstagnachmittags-Aktivitäten geplant und durchgeführt, unzählige Lager konzipiert und auch viele Feste gefeiert. Es ist ein Treff- und Mittelpunkt unserer Abteilung, im Sinne der Pfadi sowie auch im privaten Rahmen.

Nun ist eine neue Ära angebrochen, oder zumindest sitzt sie bereits in den Startlöchern. Die Pfadibuudä-Ära geht vorbei und Neues entsteht. Unser Pfadiheim ist in die Jahre gekommen und wir müssen/wollen Abschied nehmen und uns weiterentwickeln. Die neue Bleibe wird ein weiterer Meilenstein unserer Abteilung sein, ein gewaltiger. Mit einem lachenden und weinenden Auge nehmen wir Abschied, bedanken uns für die schöne Zeit und Freuen uns auf die neue Zeit mit einem unglaublich tollen neuen Pfadiheim.

Der legendäre Spatenstich am 2. November 1996
Der legendäre Spatenstich am 2. November 1996
Die alte "Pfadibuudä" kurz nach ihrer Aufrichtung in Eschenbach SG (1996)
Die alte "Pfadibuudä" kurz nach ihrer Aufrichtung in Eschenbach SG (1996)